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Nahe denen, die zerbrochen sind (5/5)

Du musst das nicht allein tragen. Wirklich nicht.

Fünf kurze Mails, eine Frage: Gibt es Hoffnung, wenn alles hoffnungslos scheint? Der Weg in einem Absatz: Die Bibel beschönigt nichts — es gibt sogar ein Gebet, das im Dunkeln endet. Hoffnung entsteht nicht aus dem Gefühl, sondern aus dem Erinnern an etwas, das unabhängig vom Gefühl gilt. Der Grund dafür ist Gottes Treue, „jeden Morgen neu" — und damit klein genug für einen einzigen Tag. Und das Schwere ist begrenzt, auch wenn niemand sagen kann, wann.

Vorweg, weil es das Wichtigste ist: Wenn du gerade denkst, dass es ohne dich einfacher wäre, dann ruf jetzt an. Telefonseelsorge, rund um die Uhr, kostenlos und anonym: 0800 111 0 111, 0800 111 0 222 oder 116 123. In akuter Gefahr: 112. Bitte nicht später. Jetzt.

Wem die Nähe gilt

Es gibt einen Vers, der bemerkenswert genau adressiert ist: Nahe ist der HERR denen, die zerbrochenen Herzens sind, und die zerschlagenen Geistes sind, rettet er: Psalm 34,19.

Nicht den Starken. Nicht denen, die es schaffen. Den Zerbrochenen. Wenn du das Gefühl hast, für Glauben gerade nicht in der Verfassung zu sein, dann ist genau das die Verfassung, von der hier die Rede ist.

Der ehrlichste Satz Jesu

Kurz vor seinem eigenen schwersten Tag sagt Jesus zu seinen Leuten etwas, das keine Beschönigung enthält: In der Welt habt ihr Bedrängnis — aber seid guten Mutes, ich habe die Welt überwunden: Johannes 16,33.

Er sagt nicht, dass es leicht wird. Er sagt zuerst, dass es schwer ist — und stellt dann etwas daneben.

Der Schritt

Er ist klein und darf unvollständig sein:

  1. Sagen, wie es ist. „Ich kann nicht mehr" ist ein vollständiges Gebet.
  2. Nichts vorwegnehmen müssen. Du musst nicht hoffen können, um dich an jemanden zu wenden.
  3. Bitten, dass er trägt — nicht, dass du es besser hinbekommst.

Wenn du willst, mit eigenen Worten oder ungefähr so: „Jesus, ich sehe keinen Ausweg und ich kann nicht hoffen. Ich glaube, dass du da bist, auch wenn ich nichts spüre. Halt mich, bis es wieder geht. Danke, dass ich so kommen darf." Kein Zauberspruch — Gott hört auf das Herz, nicht auf die Formulierung.

Und die Einladung gilt ausdrücklich den Erschöpften: Kommt zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen — ich werde euch Ruhe geben: Matthäus 11,28.

Das Wichtigste zum Schluss

Bitte bleib nicht allein damit. Diese Serie kann ein Anfang sein, aber sie ersetzt keinen Menschen, der zuhört, und keine Behandlung, wenn du eine brauchst.

  • Sprich mit einem Menschen, dem du vertraust — heute noch, auch wenn es schwerfällt.
  • Sprich mit deinem Hausarzt. Anhaltende Hoffnungslosigkeit ist oft behandelbar, und Hilfe anzunehmen ist kein Versagen.
  • Telefonseelsorge: 0800 111 0 111 · 0800 111 0 222 · 116 123 — jederzeit, kostenlos, anonym.
  • Wenn du einen Kontakt in deiner Nähe suchst: Melde dich bei uns, wir stellen ihn gern her.

Du darfst. Du musst nicht.

Vielleicht hat dich nichts davon erreicht. Auch das ist in Ordnung, und es ist kein Urteil über dich. Dann nimm nur einen Satz mit: Es gibt jemanden, dem die Zerbrochenen ausdrücklich nahe sind. Und morgen ist ein neuer Morgen — mehr musst du gerade nicht überblicken.

Danke, dass du bis hierher mitgegangen bist.