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Nahe denen, die zerbrochen sind (1/6)

Keine Lösung in dieser Serie. Nur: einer nach dem anderen.

Wenn du diese Frage gewählt hast, ist gerade wahrscheinlich wenig übrig. Deshalb halte ich es kurz.

Zuerst das Wichtigste: Wenn du gerade denkst, dass es ohne dich einfacher wäre, dann sprich bitte jetzt mit jemandem. Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr da, kostenlos und anonym: 0800 111 0 111, 0800 111 0 222 oder 116 123. In akuter Gefahr: 112. Das ist kein Zeichen von Schwäche. Es ist das Vernünftigste, was man in dieser Lage tun kann.

Was diese Serie nicht ist

Sechs kurze Mails. Sie enthalten keine Lösung und keine Erklärung, warum das passiert ist. Wer dir jetzt erklärt, wozu das gut sein soll, hat dich nicht verstanden.

Worum es geht, ist etwas Kleineres: wie man weitergeht, wenn man nicht mehr kann.

Wem Nähe zugesagt ist

Es gibt einen Vers, der auffällig genau adressiert ist: Nahe ist der HERR denen, die zerbrochenen Herzens sind, und die zerschlagenen Geistes sind, rettet er: Psalm 34,19.

Nicht den Starken. Nicht denen, die es aushalten. Den Zerbrochenen. Wenn du gerade das Gefühl hast, für Glauben nicht in der richtigen Verfassung zu sein — das ist die Verfassung, von der hier die Rede ist.

Die Bibel hat Worte dafür

Und sie sind ungeschminkt. Ein Beter schreibt: Sei mir gnädig, HERR, denn mir ist angst; vor Gram verfällt mein Auge, meine Seele und mein Leib. Denn mein Leben schwindet dahin in Kummer und meine Jahre in Seufzen; meine Kraft wankt, und meine Gebeine verfallen: Psalm 31,10-11.

Das ist eine körperliche Beschreibung. Wer zerbrochen ist, merkt es nicht nur im Kopf — es geht in den Schlaf, in den Magen, in die Kraft, morgens aufzustehen. Dass das so dasteht, heißt: Es ist bekannt, und du musst es nicht erklären.

Was du heute tun kannst

Nichts Großes. Wirklich nichts Großes.

  • Einen Menschen anrufen. Einen. Heute.
  • Etwas essen und schlafen, so gut es geht.
  • Nicht über morgen nachdenken. Darum geht es in Teil 5.

Wie es weitergeht

In der nächsten Mail geht es darum, dass Klagen erlaubt ist — laut, ohne fromme Verpackung. Viele Menschen hören auf zu beten, weil sie denken, sie müssten dabei tapfer sein. Das steht nirgends.